Verkehrssituation Kieler Straße

Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende
muss endlich handeln!

  • Die aktuelle Situation für den Rad– und Fußverkehr in der Kieler Straße ist untragbar, insbesondere zwischen der Autobahnauffahrt Stellingen und dem Eidelstedter Platz!
  • Es gibt genügend Platz im Straßenraum für eine Umverteilung von der „unechten Vierspurigkeit“ zugunsten des bisher benachteiligten Rad-, Fuß- und Busverkehrs sowie zur Entlastung der Umgebung!
  • Wir fordern die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende auf, die Neugestaltung der Kieler Straße zu einer Priorität zu machen und endlich auch in Eidelstedt eine spürbare Mobilitätswende anzugehen und umzusetzen!

Mit diesem Anliegen haben wir uns in einem Offenen Brief an die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) gewandt und sind gespannt auf die Rückmeldung!

Die Kieler Straße ist eine der wichtigsten Straßen Eidelstedts. Gemeint ist der gesamte Abschnitt von der Autobahnauffahrt Stellingen bis zum Eidelstedter Platz, auch wenn etwa die Hälfte davon in Stellingen liegt. Für den Radverkehr zwischen Eidelstedt und der Innenstadt ist dies eine der wesentlichen, kurzen Verbindungen. Deshalb wird sie trotz ihrer problematischen Gestaltung von sehr vielen radfahrenden Pendler:innen sowie auch im Freizeit-Radverkehr genutzt. Aufgrund vieler möglicher Ziele, zahlreicher Buslinien und angrenzender Wohngebiete ist sie darüber hinaus eine bedeutende Fußverkehrsachse. Dass es hier großen Verbesserungsbedarf gibt, sowohl entlang der Kieler Straße auch hinsichtlich der wenigen sicheren Querungsmöglichkeiten, ist schon 2021 im Fußwegekonzept Eidelstedt sehr ausführlich und deutlich benannt worden.

Ein paar Beispiele, in Text und Bild, für die in Teilen groteske Situation
für den Rad- und Fußverkehr:

  • ein schmaler, nicht befestigter Sandstreifen zwischen Bäumen und der Straße, ist als „Benutzungspflichtiger-Radweg“ gekennzeichnet,

Auf dem Weg von Autobahnauffahrt Stellingen zu den Stellinger Höfen, …

… hier schon zu sehen, aber nicht legal erreichbar. Links abbiegen wurde für Radfahrende nicht mitgedacht, …

  • ein Brückenpfeiler steht auf einem gekennzeichneten „Benutzungspflichtigen-Radweg“

… also geradeaus weiter, durch den Brückenfeiler und kurz an der Reichsbahnstraße vorbei. Endlich der legale Seitenwechsel, „Abgesichert“ mit 2 Ampeln. Zunächst über die Kieler Straße, dann zurück über die Reichsbahnstraße …

  • an manchen Einmündungen wird der Radweg in trauriger Erinnerung an die Verkehrsplanung der 1970er Jahre kurvig verschwenkt,

… und bergab Richtung Stellingen, mit ausreichend Maßnahmen zur „Sicherheit gewährenden Entschleunigung“.

  • das „längste Problem“ ist die geringe Breite, in Kombination mit einem viel zu schmalen Gehweg, sodass riskante Fahrmanöver und Konflikte vorprogrammiert sind und
  • die Beschaffenheit der Oberfläche lässt sehr zu wünschen übrig!

Für erheblichen „Radfahrenden-Frust“ sorgt zudem die Tatsache, dass der vorhandene Straßenraum breit genug wäre, um auch dem Radverkehr ausreichend Platz zu geben und damit den Rad- und Fußverkehr zu entzerren. Die Fahrbahn ist so breit, dass sie vielfach vierspurig genutzt wird, wodurch die Überholabstände gegenüber den Radfahrenden unangemessen klein werden.

Der insgesamt ausreichend breite, aber aktuell falsch verteilte öffentliche Verkehrsraum ließe zahlreiche Möglichkeiten für eine Optimierung des Rad- Fuß- und Busverkehrs zu!


Fernverkehr auf die Autobahn
die Kieler Straße für den Umweltverbund!